Vereinschronik - ASC Röthenbach Ringen

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Vereinschronik

Vereins-Chronik

Der Athletik-Sport-Club, Röthenbach an der Pegnitz wurde im August 1899 im Gasthaus zum Grünen Baum gegründet und von einem kleinen Häufchen kraftsportbegeisterter Männer aus der Taufe gehoben. Die bekanntesten von ihnen waren unter dem anfänglichen Vorsitz des Carl Riedel: Walther Alfred, Schulz Hermann, Kreß Adam, Kreß Valentin, Hammer Michael, Hammer Leonhard, Hammer Hans, Hammer Georg, Stegner Karl, Dorn Hans, März Hans, Übler Georg, Silberer Ludwig, Reindl, Zimmermann Hans und Konrad, Schwemmlein Heinrich, Schwemmlein Adam usw.

Nach ganz kurzer Zeit übernahm Sportkamerad Michael Hammer die Leitung des jungen aufstrebenden Vereins und seiner Tatkraft blieb es vorbehalten, den Athleten-Club, Röthenbach in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg im Ringen wie Gewichtheben zu überdurchschnittlichen Leistungen zu führen. Dazu gehörten auch so ungewöhnliche Kunstkraftsportarten wie Steinheben oder Einarmreißen.

Im Ringen war Hans Steinberger sehr erfolgreich. Er errang zahlreiche Meisterschaften und war dem damaligen Ringer-Champion Eder, Nürnberg ein gleichwertiger Gegner. Auch im Stemmen brachte Sportkamerad Heinrich Schwemmlein sehr gute Leistungen, die ihm mehrere Meistertitel einbrachten. Von den jüngeren Kräften des Vereins vor dem 1. großen Krieg sind besonders zu erwähnen: Mittelgewichtsmeister im Stemmen Josef Straubinger und im Ringen Ferdinand Gabriel.

Überraschend legte der Weltkrieg 1914/18 das Leben des Vereins brach und riss in die Reihen der Aktiven sowie Passiven so manche unvergessliche Lücke. Erst gegen Ende des Jahres 1918 begann es sich wieder neu im Athletik-Sport Club zu regen und unter Führung zielbewusster Vereinskameraden setzte erneut eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung ein. Die Sportkameraden Gabriel, Gebrüder Genitheim und Andreas Liebel stellten nach harter Aufbauarbeit in ein paar Jahren nicht nur eine komplette Ringer- und Hebermannschaft auf die Beine, sondern riefen eine gutgeschulte Kunstkraftsportgruppe auf den Plan, die sich ob ihres Könnens im weiten Umkreis großer Beliebtheit erfreute.

Kurz vor 1933 stand unsere Hebermannschaft im damaligen Arbeiter - Athleten - Bund mit den Namen Eismann, Strobel, Schmelzing, Liebel, Reichel, Schötz, Genitheim, in den Ausscheidungskämpfen um die deutsche Hebermeisterschaft. Hierbei sei besonders erwähnt, dass Sportkamerad Hans Eismann bei der Arbeiter - Olympiade 1931 in Wien sich den dritten Platz im Einarm - Stoßen erkämpfte.

Mit dem Jahre 1933 übernahm die Vereinsführung Sportkamerad Willy Brandel. Seiner Initiative war es vor allem zu danken, dass das Vereinsleben gesellschaftlich sowie leistungsmäßig seinen Fortgang nahm. 1936 errang die Jugendstaffel im Ringen den Titel eines zweiten Gaumeisters unter Teilnahme der Sportkameraden: R. Kleber, J. Höcherl, H. Herrmann, H. Neidinger, Hoffmann und H. Will.

Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde das Vereinsleben, wie bei den meisten Sportvereinen, bis zum Jahre 1945 unterbrochen. In diesem Krieg verlor der ASC Röthenbach fast die Hälfte seiner aktiven Ringer und Heber. Wir möchten besonders an die Sportkameraden Hans Eismann, Georg Kohl, Hans Strobel, Helmuth Strobel, Karl Strobel, Hans Herrmann, Josef Höcherl, Adam Pohl, Garban, Toni Philipp und Josef Pöhlmann erinnern. Nach dem vollständigen Zusammenbruch im Jahre 1945 begann wohl der mühseligste Aufbau des Vereins. Hier war es an 1. Stelle Sportkamerad Karl Wiegel, der mit unerschütterlicher Tatkraft und nie ermüdendem Eifer die Vereinsmitglieder sammelte und den Verein wieder von ganz klein aufbaute. Ihm treu zur Seite standen die Sportkameraden Reichel Josef, Liebel Andreas, Genitheim Xaver, Genitheim Karl sowie Stadler Karl. In den sehr schlechten Jahren 1946, 47 und 48, war trotz alledem eine langsame und stetige Aufwärtsentwicklung des Vereins zu erkennen.

1948 legte Sportkamerad Wiegel aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. An seiner Stelle trat Sportkamerad Karl Schimetscheck, der den Verein 15 Jahre lang mit großem Geschick leitete. Dem damaligen Trainer Hans Heubach aus Fürth war es zu verdanken, dass unsere Mannschaft 1954 Meister in der Kreisklasse wurde. Wir stiegen in die Gruppenliga Süd auf und wurden in derselben 1956 Meister. Der absolute sportliche Höhepunkt waren die beiden Ausscheidungskämpfe vor 800 Zuschauern gegen den damaligen Meister in der Gruppenliga Nord ASV Münchberg, um den Aufstieg zur Oberliga, bei denen wir jedoch in Röthenbach und in Münchberg unterlagen.

Es sind nach dem 2. Weltkrieg viele Mittelfränkische, Nordbayerische und Bayerische Meister aus den Reihen unserer Ringer und Heber hervorgegangen. Eine ganz besondere Leistung vollbrachte der jugendliche Sportkamerad Herbert Kohl im Ringen und Gewichtheben. Bei den Kreismeisterschaften am 25.06.1950 in Fürth verbesserte er den deutschen Jugendrekord im einarmig Reißen von 145 auf 150 Pfund und in der Schwergewichtsklasse (dieser Rekord wurde erst 1957 eingestellt). Am 09.07.1950 wurde er in München Bayerischer Jugendmeister. Die Krönung war jedoch der Titelgewinn eines Deutschen Jugendmeisters im Gewichtheben der Schwergewichtsklasse im August 1950 in Lage-Lippe/Westfalen. In den 60er Jahren trennte sich die Heberabteilung vom ASC und schloss sich dem TSV Röthenbach an.

Besonders zu erwähnen sind auch noch internationale und nationale Begegnungen. So hatten wir als Gastmannschaft eine U.S. Staffel, die in Augsburg stationiert war. Weiterhin war eine Städtemannschaft von Zagreb in Jugoslawien bei uns zu Gast. In der damaligen DDR trugen wir zwei Mannschaftskämpfe aus. Den ersten in Adern bei Leipzig, den zweiten in Marktneukirchen im Vogtland. Die Mannschaft aus Marktneukirchen kam auch zum Rückkampf nach Röthenbach, wobei sich freundschaftliche Kontakte entwickeln, die Jahre anhielten.
Wir waren auch Ausrichter von Großveranstaltungen. Zum Beispiel: Mittelfränkische und Nordbayerische Einzelmeisterschaften für Erstlinge, Schüler und Jugendliche, sowie eine Bayerische Einzelmeisterschaft für Junioren im Freistil-Ringen, wobei auch einige unserer Nachwuchsringer sehr erfolgreich waren. 1967 wurde ein Gebrüder Schimetscheck-Gedächtnisturnier abgehalten. Zum 10. Todestag unseres Sportkameraden Herbert Kohl veranstalteten wir 1969 ebenfalls ein Gedächtnisturnier.

Unsere Ringermannschaft rang bis 1967 in der Gruppenliga, musste 1967/68 in die Bezirksliga absteigen, wurde jedoch 1968 wieder Meister und stieg wieder für 1 Jahr in die Gruppenliga auf. Ab 1969 kämpften wir wieder in der Bezirksliga. 1973 wurde die Mannschaft 2. Meister und ist somit in die neugegründete 2. Gruppenliga aufgestiegen. Auf dieser Ebene hat man all die Jahre bis 1997 gerungen. Es wurde in dieser Zeit Umbenennungen in Kreisliga Mittelfranken, Bezirksliga und ab 1985 in Frankenliga vorgenommen. Eine bittere Stunde war die Saison 1991, wo man aus verletzungsbedingter Dezimierung der Mannschaft vorzeitig einen Rückzieher aus der Verbandsrunde machen musste. Der Rückwärtstrend im Ringsport ging, wie auch bei anderen Mannschaften, nicht spurlos an uns vorüber.

Die Durchführung und Teilnahme an Mannschaftsturnieren konnte aufrechterhalten werden, wo man unter anderem auf Mannschaften wie Marktleugast, Neustadt b. Coburg und Münchberg usw. traf. Aus der Teilnahme an Einzelmeisterschaften auf Bezirks- und Bayernebene gingen Schüler-, Jugend- und Seniorenmeister hervor.

In bewährten Händen lag die Vereinsleitung auch unter den Sportkameraden Reinhold Faltermeier (1963-1968) und Hans Zierer (1968-1974), der den Verein in das 75-jährige Jubiläum führte. Unter der Vereinsleitung von Horst Hopfner wurde in dem Bestreben, dem Verein ein weiteres sportliches Standbein zu geben, im April 1977 eine Judoabteilung gegründet. Der im Trend liegende Judo-Sport erbrachte einen sprunghaften Anstieg neuer Mitglieder. In Eigeninitiative wurde am Ausbau eines neuen Trainingsraumes mitgewirkt. Mit dem Drang nach Selbständigkeit trennte sich die Judoabteilung im beiderseitigen Einverständnis am 11.11.1994 vom ASC.

Unser derzeitiges Ziel ist es, sich konsequent auf den Ringsport zu konzentrieren und es ist nur zu wünschen, dass der Verein auch in Zukunft wieder gute Leistungen hervorbringt und an die sportlichen Erfolge früherer Jahre anknüpfen kann.










 
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